UA-108611519-1
Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Informationen zum Thema

Grundlage zur Orientierung stellen die jeweiligen Gesetze, Regeln, sowie die Informationen der DGUV und BG dar.

DGUV Regel 100-001 - Vorschrift 1

 

Grundsätze der Prävention

§2 Grundpflichten des Unternehmers

2.1.1 (1) Der Unternehmer hat die erforderlichen Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren sowie für eine wirksame Erste Hilfe zu treffen. Die zu treffenden Maßnahmen sind insbesondere in staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Anlage 1), dieser Unfallverhütungsvorschrift und in weiteren Unfallverhütungsvorschriften näher bestimmt.

 

2.1.2 (2) Der Unternehmer hat bei den Maßnahmen nach Absatz 1 von den allgemeinen Grundsätzen nach § 4 Arbeitsschutzgesetz auszugehen und dabei vorrangig das staatliche Regelwerk und das Regelwerk der Unfallversicherungsträger heranzuziehen.

 

2.1.5 (5) Kosten für Maßnahmen nach dieser Unfallverhütungsvorschrift und den für ihn sonst geltenden Unfallverhütungsvorschriften darf der Unternehmer nicht den Versicherten auferlegen. Die Kosten für Arbeitsschutzmaßnahmen trägt nach § 3 Abs. 3 Arbeitsschutzgesetz der Unternehmer. Zu diesen Maßnahmen gehören z. B. die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen, deren Pflege, Wartung, Prüfung und die besondere Unterweisung, gegebenenfalls mit Übung.

 

§29 Bereitstellung

Der Unternehmer hat gemäß §2 der PSA-Benutzungsverordnung den Versicherten geeignete persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen; vor der Bereitstellung hat er die Versicherten anzuhören.

 

DGUV Regel 112-991 (BGR 191)

Benutzung von Fuß- und Knieschutz

Diese BG-Regel findet Anwendung auf die Auswahl, Bereitstellung und die Benutzung von Fußschutz, z. B. Sicherheitsschuhe, Schutzschuhe und Berufsschuhe, sowie auf Knieschutz

Fußschutz zählt zu den persönlichen Schutzausrüstungen, die dazu bestimmt sind, Füße gegen äußere, schädigende Einwirkungen zu schützen und einen Schutz vor dem Ausrutschen zu bieten.

Sicherheitsschuhe (gem. DIN EN 20345) erfüllen die sicherheitstechnischen Anforderungen und sind mit Zehenkappe und Rutschhemmung ausgestattet. Sie tragen die Kurzbezeichnung SB, S1, S2, S3, S4, S5 (S = Safety / Sicherheit)

Berufsschuhe (gem. DIN EN 20347) erfüllen die sicherheitstechnischen Anforderungen und sind mindestens mit einer Rutschhemmung ausgestattet; - besitzen aber keine Schutzkappe. Sie tragen die Kurzbezeichnung OB, O1, O2, O3 (O = Occupational / Beruf)

Neben Berufs- und Sicherheitsschuhen gibt es noch die Klasse der Schutzschuhe (Protection-shoes, PB, P1, P2, P3). Auf dieser Web-Präsenz wird darauf nicht näher eingegangen. Schutzschuhe bieten wie auch Sicherheitsschuhe eine Schutzkappe, diese haben jedoch ein geringeres Schutzniveau. Seitens der Schuhhersteller finden diese Schuhe kaum Betrachtung, da man bei gleichen Kosten auch direkt Sicherheitsschuhe produzieren kann.

 

 

Anforderungen an Berufs- & Sicherheitsschuhen

GRUNDANFORDERUNGEN (AUSZUG) EN ISO 20345: 2011 EN ISO 20347: 2012
Rutschhemmung (SRA, SRB, oder SRC) SB OB
Energieaufnahme der Zehenkappe 200 Joule -
     
ZUSATZANFORDERUNGEN    
Geschlossener Fersenbereich // Antistatisch // Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich S1 O1
wie S1 // zusätzlich Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme S2 O2
wie S2 // zusätzlich Durchtrittsicherheit und profilierte Laufsohle S3 O3

 

Anforderungen (Auszug aus der Norm)

SB S1 S2 S3 OB O1 O2 O3
                 
GRUNDANFORDERUNGEN                
Zehenschutz (200 Joule)        
Rutschhemmung (SRA, SRB und SRC)
                 
ZUSATZANFORDERUNGEN                
Durchtrittsicherheit (P)      
Antistatische Schuhe (A)
Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich (E)
                 
Wärmeisolierung des Sohlenkomplexes (HI)
Kälteisolierung des Sohlenkomplexes (CI)
                 
SCHUHOBERMATERIAL                
Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme (WRU)    
                 
LAUFSOHLE                
Verhalten gegenüber Kontaktwärme (HRO)
Kraftstoffbeständigkeit (FO)