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Backbetriebe / Bäckereien

 

DGUV Regel 110-004 (BGR 112) - Arbeiten in Backbetrieben (Auszug)

3.6.16.2 Arbeitskleidung, Schuhwerk

Die Versicherten haben für die jeweilige Tätigkeit geeignetes Schuhwerk zu tragen.

Als geeignet wird Schuhwerk angesehen, wenn es insbesondere

  • einen ausreichend festen Sitz am Fuß gewährleistet,
  • einen Fersenhalt aufweist
  • biegsame Sohlen hat, die sich der natürlichen Bewegung des Fußes beim Gehen anpassen,
  • Absätze mit ausreichend großer Auftrittfläche und mäßiger Höhe besitzt,
  • profiliert ausgebildete Sohlen und Absätze aufweist, die die Einwirkungen am Arbeitsplatz berücksichtigen und
  • ein ausgeformtes Fußbett besitzt, das auch bei hoher Laufleistung die Beanspruchung in erträglichen Grenzen zu halten vermag.

 

DGUV Regel 112-991 (BGR 191) - Benutzung von Fuß- und Knieschutz (Auszug)

Vorbemerkung

Der Unternehmer kann bei Beachtung der in Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz enthaltenen Empfehlungen, insbesondere den beispielhaften Lösungsmöglichkeiten, davon ausgehen, dass er damit geeignete Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren getroffen hat. Andere Lösungen sind möglich, wenn Sicherheit und Gesundheitsschutz in gleicher Weise gewährleistet sind. Sind zur Konkretisierung staatlicher Arbeitsschutzvorschriften von den dafür eingerichteten Ausschüssen technische Regeln ermittelt worden, sind diese vorrangig zu beachten.

Beispielsammlung als Hilfestellung für die Auswahl von geeignetem Fußschutz

Die Beispielsammlung ersetzt nicht die Gefährdungsbeurteilung. Sie gibt lediglich eine Empfehlung auf der Basis jahrelanger Erfahrung aus dem Unfallgeschehen der gewerblichen Wirtschaft wieder, in welchen Bereichen ein Sicherheitsschuh mit einer 200-J-Kappe zu tragen ist. Aus der Gefährdungsbeurteilung können sich gegebenenfalls Abweichungen von der Beispielsammlung ergeben.

Teil-/Tabelle der Beispielsammlung:

 

 

Technische Regeln für Gefahrstoffe TRGS 727

Hinweis: Die neue TRGS 727 ersetzt die bisherige TRBS 2153 und schreibt sie fort. - Diese Technische Regel gilt für die Beurteilung und die Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen in explosionsgefährdeten Bereichen und für die Auswahl und Durchführung von Schutzmaßnahmen zum Vermeiden dieser Gefahren.

 

7.1 Ableitfähiges Schuhwerk

  1. In explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 0, 1, und 20 ist ableitfähiges Schuhwerk mit einem Ableitwiderstand der Person gegen Erde von höchstens 108Ω (100MOhm) zu tragen. Die gleiche Forderung gilt in Zone 21 bei Stäuben mit MZE ≤ 10 mJ (normal zündempfindlich).
  2. In Bereichen, die durch explosionsgefährliche Stoffe oder Gemische gefährdet sind, ist ableitfähiges Schuhwerk zu benutzen.
  3. Ableitfähiges Schuhwerk darf nicht so verändert werden, dass die Ableitfähigkeit verloren geht.

 

HACCP

Seit 01.01.2006 müssen alle Lebensmittelunternehmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung ihre HACCP-Dokumentation vorlegen können. Eigenkontrollsystem-HACCP-Konzept: Ein System, das Gefahren, die für die Lebensmittelsicherheit signifikant sind, identifiziert, bewertet, erfaßt und beherrscht.

  • H azard     =   Gefährdung, Gefahr für die Gesundheit
  • A nalysis   =    Analyse, Untersuchung der Gefährdung
  • C ritical     =    Kritisch, entscheidend für die Beherrschung
  • C ontrol    =    Lenkung, Überwachung der Bedingungen
  • P oints      =    Punktstelle im Verfahrensverlauf

Bei Herstellung, Behandlung, Verarbeitung, Transport, Lagerung und Verkauf von Lebensmittel sind Einflüsse auszuschalten, die eine Erkrankung des Menschen nach Verzehr eines Lebensmittel erwarten lassen. Unternehmensmitarbeiter, die für die Anwendung des HACCP-Systems zuständig sind, werden in allen Fragen der HACCP-Grundsätze geschult.

Forderungen nach einem HACCP ergänzendem TACCP (Threat Assessment Critical Control Point - System) gibt es bereits. Dies betrachtet die Beherrschung von Risiken und Gefahren böswilliger Angriffe.( z.B. vorsätzliche Verunreinigung von Lebensmittel durch Dritte.)

Echte HACCP-Schuhe, oder HACCP zertifizierte Schuhe gibt es dagegen nicht! Man spricht bei solchen Produkten von verwendeten Materialien bei der Herstellung, welche das Entstehen von Bakterienherden in der Anwendung ausschließen sollen. Die bei der Schuhherstellung verwendeten anorganischen Materialien werden oft als HACCP- "gerecht" oder "geeignet" bezeichnet, wenn sie den Ausschluss von Bakterienherden gewähren oder dazu beitragen.

Beim Endprodukt Schuh müsste aus hygienischer Sicht sichergestellt werden, daß nach der Verwendung verbleibende Baumwollfussel, Hautpartikel und/oder Schweiß rückstandsfrei gereinigt werden können! Da dies nicht möglich ist, sieht die DIN 10524 eine hygienische Reinigung ggf. Desinfektion von Sicherheits- oder Berufsschuhen vor. Selbstverständlich mit fachgerechter Trocknung und Aufbewahrung. Bequeme Schuhe aus Leder können so auch im Lebensmittelbereich Verwendung finden.