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Pflegeberufe / Hospital (ohne OP-Schuhe)

 

Die Auswertung von Unfallanzeigen von Pflegekräften ergibt einen besonderen Schwerpunkt bei Sturzunfällen. Eine große Anzahl dieser Unfälle entsteht durch Ausrutschen oder Stolpern beim Gehen. Diese sogenannten SRS-Unfälle, welche durch Stolpern, Rutschen oder Stürzen verursacht werden. Die Ursachen dazu sind mannigfaltig: Beschaffenheit und Zustand des Fussbodens, die Art und Ausführung des Schuhwerks, das Trageverhalten oder die Gestaltung der Laufsohle.

Die Frage, die sich also stellt ist: Welchen Gefährdungen genau sind Füße in der Pflege ausgesetzt und wie muss der optimale und sichere Berufsschuh beschaffen sein?

 

BGW Info

BGW: Kriterien für sichere Arbeitsschuhe im Pflegeberuf

  • ein vorn geschlossener Schuh
  • eine geschlossene, feste Fersenkappe
  • eine gut profilierte, großfl. Auftrittsohle die rutschhemmend wirken muss
  • eine regulierbare Spannweite
  • ein bequemes Fußbett
  • eine dämpfende Sohle
  • ein flacher Absatz
  • ein gutes Klima für den Fuß

"Und die so beliebten Crocs und Birkenstocks? Sie vereinbaren fast alle der genannten negativen Eigenschaften und sind als Arbeitsschuhe in der Pflege definitiv nicht geeignet." (Wortlaut BGW, Info: Gut zu Fuß im Pflegeberuf)

 

DGUV Beispielsammlung Fußschutz 12/2017

Die Beispielsammlung der DGUV soll eine bessere Hilfe und Orientierung bei der Auswahl des Fußschutzes geben. Gemäß der tätigkeitsbezogenen Gefährdungsbeurteilung, wie sie im Arbeitsschutzgesetz gefordert ist, können sich Abweichungen von der Beispielsammlung ergeben.

Folgende Empfehlungen werden in der DGUV Beispielsammlung zugunsten zertifizierter O1 Berufsschuhe (EN ISO 20347:2012) ausgesprochen:

  • bei Arbeiten im OP-Bereich
  • bei Arbeiten im Pathologie-Bereich
  • in der Bettenzentrale
  • im allgemeinen Pflegebereich
  • bei der Desinfektion

Bei O1 Berufsschuhen handelt es sich um zertifizierte rutschhemmende Arbeitsschuhe mit Fersenschutz aber ohne Zehenschutzkappe, Wir erinnern uns, über 30% der meldepflichtigen SRS-Unfälle (Stolper, Rutsch und Sturz) gehen auf "verlorene Bodenhaftung" zurück!

 

Wer sorgt für eine wirksame Umsetzung der rechtlichen Vorgaben?  (lt. BGW Bez.st. Köln)

Der Unternehmer ist unmittelbar rechtlich verantwortlich für die Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren (BGB, ArbSchG, BGV A1(DGVU-Regel 100-001)

Die Führungskräfte haben in ihrem Bereich im Rahmen ihrer Vorgesetztenfunktion (Führungspflicht) für die Einhaltung der sich aus Gesetzen, Verordnungen und Unfallverhütungsvorschriften ergebenen Pflichten für den Arbeitsschutz zu sorgen.

Die Versicherten haben nach ihren Möglichkeiten alle Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu unterstützen und die entsprechenden Anweisungen des Unternehmers zu befolgen.

Die Beschäftigten haben für die Personen Sorge zu tragen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen bei der Arbeit betroffen sind.