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Fußböden mit Rutschgefahr 

 

Schlagwörter wie hygienische Sicherheit, Trittsicherheit, Gitterroste und Abläufe mit oder ohne Rutschhemmung, Entwässerung, Belastbarkeit, fugenloser Verbund, Bodenaufbau, elektrostatische Ableitfähigkeit, Wärme- & Trittschalldämmung, Standzeit, usw... sind bei gewerblich oder industriell genutzten Fußböden Thema vieler Betrachtungen. In Kombination mit passenden Arbeitsschuhen kann ein sicheres Arbeiten, besonders auf Fußböden mit Rutschgefahren, erreicht werden.

 

DGUV Regel 108-003 (BGR 181) Böden / Bodenbeläge (pdf) - 10/2003

Auszug:

1.2 - Diese GUV-Regel findet keine Anwendung auf Fußböden in Arbeitsräumen, Arbeitsbereichen und betrieblichen Verkehrswegen, die trocken genutzt werden und wo die Gefahr des Ausrutschens auf Grund gleitfördernder Stoffe nicht besteht.

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Häufigkeit und Schwere von Sturzunfällen werden zumeist unterschätzt. Nach den statistischen Unterlagen der Unfallversicherungsträger liegen Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle bei betrieblichen Tätigkeiten seit Jahren an der Spitze des Unfallgeschehens.

Rutschunfälle werden z.B. vom Material und von der Oberflächenstruktur des Bodenbelages und vom Grad der Verschmutzung durch gleitfördernde Stoffe beeinflusst.

Rutschunfälle werden außerdem z.B. durch kurvenreiche Verkehrswegführung, nicht angepasste Gehgeschwindigkeit, Art des getragenen Schuhwerks, Material und Zustand von Absätzen und Sohlen beeinflusst.

Die Arbeitsstättenverordnung schreibt vor, dass Fußböden rutschhemmend ausgeführt sein müssen. Sie müssen im Übrigen leicht zu reinigen sein; siehe Abschnitt 5.1 dieser GUV-Regel. Für Arbeits-, Lager-, Maschinen- und Nebenräume gilt dies insoweit, als es betrieblich möglich und aus sicherheitstechnischen oder gesundheitlichen Gründen erforderlich ist.

 

Anhang 1

Anforderungen an die Rutschhemmung von Bodenbelägen in Arbeitsräumen, -bereichen und betrieblichen Verkehrswegen mit Rutschgefahr.

Beispiele:

 

5) Schlachtung, Fleischbearbeitung, Fleischverarbeitung

    5.1 Schlachthaus R13 V10

    5.2 Kuttlerraum, Darmschleimerei R13 V10

    5.3 Fleischzerlegung R13 V8

    5.4 Wurstküche R13 V8

    5.5 Kochwurstabteilung R13 V8

    5.6 Rohwurstabteilung R13 V6

    5.7 Wursttrockenraum R12

    5.8 Darmlager R12

    5.9 Pökelei, Räucherei R12

    5.10 Geflügelverarbeitung R12 V6

    5.11 Aufschnitt- und Verpackungsabteilung R12

    5.12 Handwerksbetrieb mit Verkauf R12 V8 ****)

 

9) Küchen, Speiseräume

    9.1 Gastronomische Küchen (Gaststättenküchen, Hotelküchen)

        9.1.1 bis 100 Gedecke je Tag R 11 V 4

        9.1.2 über 100 Gedecke je Tag R 12 V 4

    9.2 Küchen für Gemeinschaftsverpflegung in Heimen, Schulen, Kindertagesstätten, Sanatorien R 11

    9.3 Küchen für Gemeinschaftsverpflegung in Krankenhäusern, Kliniken R 12

    9.4 Großküchen für Gemeinschaftsverpflegung in Mensen, Kantinen, Fernküchen R 12 V 4

    9.5 Aufbereitungsküchen (Fast-Food-Küchen, Imbissbetriebe) R 12 V 4

    9.6 Auftau- und Anwärmküchen R 10

    9.7 Kaffee- und Teeküchen, Küchen in Hotels-Garni, Stationsküchen R 10

    9.8 Spülräume

        9.8.1 Spülräume zu 9.1, 9.4, 9.5 R 12 V 4

        9.8.2 Spülräume zu 9.2 R 11

        9.8.3 Spülräume zu 9.3 R 12

    9.9 Speiseräume, Gasträume, Kantinen, einschließlich Bedienungs- und Serviergängen R 9